Wird bei der Riester Rente die Kinderzulage bei Ehepaaren einmal oder Doppelt gezahlt?

Bei der Riester Rente wird die Kinderzulage pro Kind einmal im Jahr fällig. Die volle Kinderzulage bekommt der Riestersparer, wenn er 4 % seines Vorjahres Bruttoeinkommens minus der Zulagen in die Riester Rente investiert. In der Regel wird die Kinderzulage dem Riestervertrag der Ehefrau/Mutter zugeordnet. Haben beide Elternteile einen Riester Rente abgeschlossen, so hat die Ehefrau/Mutter die Möglichkeit auf die Kinderzulage zu verzichten. Auf Antrag kann die Ehefrau auf die Kinderzulage verzichten, so wird die Kinderzulage auf den Riestervertrag des Ehemann/Vater zugeordnet, dies kann maximal für ein Beitragsjahr geschehen und muss dann neu beantragt werden. Sind die Elternteile geschieden und haben beide Elternteile einen Riestervertrag abgeschlossen, so erhält immer der Elternteil die Kinderzulage der den Anspruch auf das Kindergeld hat und das auch bezieht.

Was geschieht wenn der Versicherte vor Rentenbeginn stirbt?

Stirbt der versicherte bei der Riester Rente vor Rentenbeginn also in der so genannten Ansparphase, so hat der Ehepartner die Möglichkeit einen eigenen Riestervertrag abzuschließen und das Guthaben vom verstorbenen Ehepartner wird auf den eigenen Riestervertrag zu übertragen. Ist kein Ehepartner vorhanden so besteht die alternative Möglichkeit, dass das Guthaben an die Erben ausgezahlt wird, hierbei ist zu berücksichtigen dass die Staatlichen Zulagen inkl. der Steuervorteile vom Guthaben abgezogen werden. Kindergeldberechtigte Kinder, haben darüber hinaus die Möglichkeit, dass vorhandene Guthaben aus dem Riestervertrag des verstorbenen Elternteils in eine Weisenrente um zu wandeln.

Wie viel muss ich in die Riester Rente investiert, um die volle Zulage zu erhalten?

Jeder Riestersparer, der sich die volle Grundzulage von 154 € im Jahr für seinen Riestervertrag sichern möchte, muss einen Mindestbeitrag in die Riester Rente investieren. Der Mindesteigenbeitrag, beträgt in der Regel vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der Zulage. Diese Regelung, ist Einheitlich und nicht abhängig von dem Anbieter−, oder der Produktwahl der Riester Rente sondern wurde vom Staat festgelegt. Sollte der Riestersparer weniger als vier Prozent seines Vorjahresbruttoeinkommens in den Riestervertrag investieren, so wird die Zulage nur prozentual auf den Vertrag gutgeschrieben.