Muss ich die Zulage jedes Jahr neu beantragen?

2002 als die Riester Rente auf dem Markt eingeführt wurde, musste die Zulage durch den Zulagenantrag jedes Jahr erneut beantragt werden was für viele Vermittler und Riestersparer ein erhöhter Aufwand war. 2005 wurde diese Regelung vereinfacht, durch einen so genannten Dauerzulagenantrag. Durch den Dauerzulagenantrag muss die Zulage nur einmal beantrag werden und wird jedes Jahr vom Staat direkt zum Anbieter überwiesen. Sollte es zu Veränderungen kommen, wie z.B. die Geburt eines Kindes, so ist dies in der Regel dem Anbieter mit zuteilen und die Beantragung der Kinderzulage neu zu stellen.

Kann ich die Riester Rente frei vererben?

Sollte die Riestersparer versterben, so können die Erben die eingezahlten Beiträge und Zinsen erhalten. Die Zulagen und Steuervorteile dagegen, müssen an den Staat zurückgezahlt werden. Dies würde bedeuten, dass diese Form der Vererbung der Riester Rente, schädlich für die staatlichen Zulagen ist. Eine unschädliche Vererbung der Riester Rente kann an den Ehepartner oder an Kindergeldberechtigte Kinder erfolgen. In diesem falle würde, dass vorhandene Kapital auf den Altersvorsorgevertrag des Ehepartners oder der Kindergeldberechtigten Kinder übertragen. Verstirbt der Riestersparer während der Rentenbezugsphase, so muss in dem Riestervertrag in der Regel eine Rentengarantiezeit vereinbart werden, um die weitere Rentenzahlung für den gewählten Zeitraum an die Ehefrau zu gewährleisten.

Kann ich mir vor Rentenbeginn einen teil aus der Riester Rente auszahlen lassen?

Eine Teilauszahlung aus dem Riestervertrag vor Rentenbeginn ist in der Regel nicht möglich, da die Riester Rente in der Sparphase nicht frei Verfügbar ist. Es besteht aber die Möglichkeit, für Wohnwirtschaftliche zwecke, eine Teilauszahlung aus dem Riestervertrag zu beantragen. Teilauszahlungen für andere Zwecke sind nicht möglich bzw. würde dies eine Kündigung der Riester Rente bedeuten was wiederum für den Riestersparer diverse Nachteile hat.